

Buy anything from 5,000+ international stores. One checkout price. No surprise fees. Join 2M+ shoppers on Desertcart.
Desertcart purchases this item on your behalf and handles shipping, customs, and support to Poland.
Buy Der patagonische Hase by Lanzmann, Claude, Heber-Schärer, Barbara, Skwara, Erich Wolfgang, Steinitz, Claudia online on desertcart.ae at best prices. ✓ Fast and free shipping ✓ free returns ✓ cash on delivery available on eligible purchase. Review: Spannende Lebenserinnerungen eines bedeutenden französischen Intellktuellen und Dokumentarfilmers - Sehr bereichert hat mich in diesem Frühjahr die Lektüre von Claude Lanzmann: "Der patagonische Hase", die Autobiographie eines hochinteressanten französischen Intellektuellen und Dokumentarfilmers, der Anfang der 70er Jahre mit seiner Dokumentation über die Shoah Weltruhm erlangte. Er war eng befreundet mit Sartre und Simone de Beauvoir. Mir wurde klar, wie wenig wir trotz direkter Nachbarschaft über die kulturellen und geistigen Entwicklungen in Frankreich wissen. Auch die Rolle des Algerienkrieges für die Franzosen, ist mir in ganz anderer Weise dabei bewusst geworden. Eine Leseempfehlung, für alle, die eine spannend geschriebene Biographie schätzen ( es beginnt damit, wie die 17jährigen Jugendlichen die Resistence gegen die deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg unterstützten) und die ihren Gesichtskreis weiten wollen zu unseren französischen Nachbarn. Man könnte darüber hinaus den wöchentlichen Newsletter von Nils Minkmar abonnieren, der mit zwei Beinen in beiden Ländern steht und mit klugen Einwürfen dafür sorgt, dass die vielbeschworene deutsch-französische Freundschaft mit Leben unterfüttert wird. Review: Wichtiges Zeitdokument - Es ist so eine Sache mit den Autobiographien alter Männer. Schon während der Lektüre fühlte ich mich an zwei andere Geistesgrößen und ihre Aufzeichnungen erinnert: Pablo Nerudas "Ich bekenne, ich habe gelebt." Und an Elias Canettis "Die gerettete Zunge." Canetti ist kaum zu lesen: Selten habe ich sich jemanden so beweihräuchern sehen. Neruda ist kaum besser und Lanzmann steht dem auch nicht nach.Er hat sicher ein aufregendes Leben gehabt, aber scheinbar sind alle wichtigen Dinge im Frankreich in den 50gern nur mit seinem Zutun möglich gewesen. Ob es der Titel eines Buches von Simone de Beauvoir ist,die Herausgabe einer Zeitschrift, Sartres Liebesleben.Ohne Lanzmann im Vordergrund, im Hintergrund oder mittendrin lief nichts.Selbst die Einengung des alten biblischen Begriffs "Shoah" für den Holocaust hat er zu verantworten. Und dazu scheint er mit einer unglaublichen Naivität durchs Leben gewandert zu sein: Ob er mit seiner Geliebten Beauvoir in Espadrilles Gletscher besteigt oder mit einem alten Simca durch die südalgerische Wüste fährt: Warnungen scheinen für ihn nicht existent gewesen zu sein. Dazu versucht er in den 50ern in Pjöngjang noch schnell nebenher eine nordkoreanische Krankenschwester zu verführen. Was das damals für die junge Frau bedeutet hat, kann man nur erahnen. Er war halt ein scharfer Hecht, zumindest scheint er das dem Leser auf jeder Seite klar machen zu wollen. Ich habe keinen seiner Filme gesehen. Nach der Lektüre des Buches muss ich sagen: leider. Die wichtigste Boschaft, die ich trotz dem ganzen eitlen Selbstlob aus diesem Buch ziehe,ist die, dass er wohl wirkllich ein hervorragender Regisseur war, ein überaus mutiger Journalist (er hat deutsche Altnazis mit versteckter Kamera in ihren Privatwohnungen besucht und sie entlarvend interviewt) und eine wichtige Geistesgröße im aufgewühlten Frankreich der 50ger, als der Algerienkonflikt Frankreich zu zerreissen drohte. Man muss sich bei der Lektüre eine ironisch-kritische bewahren, sonst nervt das Buch an manchen Stellen. Manchmal ist er dazu noch fast unerträglich pathetisch und voller Selbstmitleid. Einmal liegt er zum Beispiel in einer Drehpause ohne Buch auf einem Bett, grübelt über die schwierige Situation, in die er gerade geraten war und meint schließlich, das alles wäre noch viel schwieriger zu etragen gewesen, hätte er da schon gewusst, dass seine Mitarbeiterin zwanzig Jahre(!) später an Krebs sterben würde. Bei solchen Stellen hätte es manchmal eines mutigen Lektors oder Lektorin bedurft. Trotz aller Kritik: 5 Sterne. Das Buch ist ein überaus wichtiges Zeitdokument unter anderem für die Situation der französischen Juden im 20. Jahrhundert.
| Customer Reviews | 4.5 out of 5 stars 17 Reviews |
P**E
Spannende Lebenserinnerungen eines bedeutenden französischen Intellktuellen und Dokumentarfilmers
Sehr bereichert hat mich in diesem Frühjahr die Lektüre von Claude Lanzmann: "Der patagonische Hase", die Autobiographie eines hochinteressanten französischen Intellektuellen und Dokumentarfilmers, der Anfang der 70er Jahre mit seiner Dokumentation über die Shoah Weltruhm erlangte. Er war eng befreundet mit Sartre und Simone de Beauvoir. Mir wurde klar, wie wenig wir trotz direkter Nachbarschaft über die kulturellen und geistigen Entwicklungen in Frankreich wissen. Auch die Rolle des Algerienkrieges für die Franzosen, ist mir in ganz anderer Weise dabei bewusst geworden. Eine Leseempfehlung, für alle, die eine spannend geschriebene Biographie schätzen ( es beginnt damit, wie die 17jährigen Jugendlichen die Resistence gegen die deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg unterstützten) und die ihren Gesichtskreis weiten wollen zu unseren französischen Nachbarn. Man könnte darüber hinaus den wöchentlichen Newsletter von Nils Minkmar abonnieren, der mit zwei Beinen in beiden Ländern steht und mit klugen Einwürfen dafür sorgt, dass die vielbeschworene deutsch-französische Freundschaft mit Leben unterfüttert wird.
A**E
Wichtiges Zeitdokument
Es ist so eine Sache mit den Autobiographien alter Männer. Schon während der Lektüre fühlte ich mich an zwei andere Geistesgrößen und ihre Aufzeichnungen erinnert: Pablo Nerudas "Ich bekenne, ich habe gelebt." Und an Elias Canettis "Die gerettete Zunge." Canetti ist kaum zu lesen: Selten habe ich sich jemanden so beweihräuchern sehen. Neruda ist kaum besser und Lanzmann steht dem auch nicht nach.Er hat sicher ein aufregendes Leben gehabt, aber scheinbar sind alle wichtigen Dinge im Frankreich in den 50gern nur mit seinem Zutun möglich gewesen. Ob es der Titel eines Buches von Simone de Beauvoir ist,die Herausgabe einer Zeitschrift, Sartres Liebesleben.Ohne Lanzmann im Vordergrund, im Hintergrund oder mittendrin lief nichts.Selbst die Einengung des alten biblischen Begriffs "Shoah" für den Holocaust hat er zu verantworten. Und dazu scheint er mit einer unglaublichen Naivität durchs Leben gewandert zu sein: Ob er mit seiner Geliebten Beauvoir in Espadrilles Gletscher besteigt oder mit einem alten Simca durch die südalgerische Wüste fährt: Warnungen scheinen für ihn nicht existent gewesen zu sein. Dazu versucht er in den 50ern in Pjöngjang noch schnell nebenher eine nordkoreanische Krankenschwester zu verführen. Was das damals für die junge Frau bedeutet hat, kann man nur erahnen. Er war halt ein scharfer Hecht, zumindest scheint er das dem Leser auf jeder Seite klar machen zu wollen. Ich habe keinen seiner Filme gesehen. Nach der Lektüre des Buches muss ich sagen: leider. Die wichtigste Boschaft, die ich trotz dem ganzen eitlen Selbstlob aus diesem Buch ziehe,ist die, dass er wohl wirkllich ein hervorragender Regisseur war, ein überaus mutiger Journalist (er hat deutsche Altnazis mit versteckter Kamera in ihren Privatwohnungen besucht und sie entlarvend interviewt) und eine wichtige Geistesgröße im aufgewühlten Frankreich der 50ger, als der Algerienkonflikt Frankreich zu zerreissen drohte. Man muss sich bei der Lektüre eine ironisch-kritische bewahren, sonst nervt das Buch an manchen Stellen. Manchmal ist er dazu noch fast unerträglich pathetisch und voller Selbstmitleid. Einmal liegt er zum Beispiel in einer Drehpause ohne Buch auf einem Bett, grübelt über die schwierige Situation, in die er gerade geraten war und meint schließlich, das alles wäre noch viel schwieriger zu etragen gewesen, hätte er da schon gewusst, dass seine Mitarbeiterin zwanzig Jahre(!) später an Krebs sterben würde. Bei solchen Stellen hätte es manchmal eines mutigen Lektors oder Lektorin bedurft. Trotz aller Kritik: 5 Sterne. Das Buch ist ein überaus wichtiges Zeitdokument unter anderem für die Situation der französischen Juden im 20. Jahrhundert.
P**W
Faszinierender Lebensbericht eines kritischen Zeitzeugen
Faszinierender Lebensbericht eines kritischen Zeitzeugen und engagierten Aktivisten, der an entscheidenden Stationen des "Zeitalters der Extreme" - so Eric Hobsbawm - präsent war Das Zeitalter der Extreme: Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts . Der Filmemacher des epochalen Werkes "Shoa" führt uns auf eine Zeitreise, die nicht nur den Wahnsinn dieser Zeit, sondern auch die Abgründe menschlichen Handelns insgesamt eindrücklich vor Augen führt. Wer mehr darüber wissen will, sollte diesen spannenden Bericht, der zugleich ein literarisches Meisterwerk ist, lesen. Prof.Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
A**H
Unglaublich spannend
Dieses Buch kann man einfach nicht aus der Hand geben... Ein unvorstellbar interessantes und vielfältiges Leben mit so vielen unterschiedlichen Etappen, dass es bei Anderen für 10 Leben reichen würde. Dazu ein sehr guter, eigenständiger Stil, ein verblüffender Beginn und die Begegnung mit vielen Personen, die man aus anderen Werken kennt. Schade, dass es nicht viel mehr von Lanzmann zu lesen gibt!
L**.
Lesenswert und ehrlich.
Das Buch kam pünktlich und wie beschrieben. Inhaltlich ist es interessant, gerade auch als Schilderung des Lebens eines mutigen Menschen, der sich den Herausforderungen des 20. Jahrhunderts, zumal als Jude, gestellt hat. Lanzmann schreibt ehrlich und völlig unprätentiös.
Trustpilot
1 month ago
2 months ago